Live In Ausgabe Mai 2017


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es sind die Erinnerungen, die einen Sommer unvergesslich machen. Der eine Song, den man einen Sommer lang bei jeder Autofahrt mit offenen Fenstern gehört hat, unterwegs Richtung Badesee, unterwegs zur Sonne.

Oder dieser Geruch von frisch gemähtem Gras und Holzkohle-Grill, der über der Nachbarschaft schwebte, als die Pfingstferien anbrachen.

Oder der Moment, als nach stundenlangem Sitzen im Reisebus, endlosem Anstehen in einer schier endlosen Warteschlange, schweißtreibendem Rucksack-Schleifen und hektischem Zeltaufbau, schließlich das erste kühle Dosenbier aufzischte und sich bei allen Reisegefährten unterschwellig die Gewissheit einstellte, endlich angekommen zu sein. Diese Erleichterung, diese Vorfreude, diese Gemeinschaft. Dieses Gefühl vom Angekommen-sein. Ein Moment, der nur einem Festival entspringen kann.

Nach einigen Umfragen innerhalb des LIVE IN - Teams ist die Festival-Saison unumstritten die schönste Zeit des Jahres. Auch wenn der ein oder andere Wintersportler nachvollziehbarerweise beim ersten Schneefall zu frohlocken beginnt oder der Motorrad-Fahrer sich wie ein Schneekönig auf den Stichtag für die Sommer-Zulassung freut – auf eins können sich schlussendlich alle einigen: In der Summe vereinen die Monate der Open Airs, Konzertbühnen und Campingplatz-Partys mehr unvergessliche Augenblicke in sich, als alle anderen Jahresabschnitte zusammen.

Das müssen beileibe nicht bei jedem die allerschönsten Erinnerungen sein. Bei der Auswertung der Einsendungen zu unseren April-Verlosungen sind wir über durchaus weniger schöne, einprägende Erlebnisse gestoßen. Wenig verwunderlich, denn die Frage des Monats lautete: „Nennt uns Euer schlimmstes Festival-Erlebnis“. Das Spektrum allerdings war dann doch beachtlich. 

Den überzeugenden Gegenbeweis lieferte allerdings noch in derselben Ausgabe die Verlosung zum Veteranentreffen Festival 2017. Wer die begehrten Wochenend-Tickets von uns gewinnen wollte, musste uns seinen ganz speziellen Willofs-Moment beschreiben. Die vielen, persönlichen Geschichten, die uns in diesem Zuge erreichten, konnten unterschiedlicher nicht sein und machten allesamt deutlich, wie sich ein Festival positiv im Gedächtnis verankern kann.

Beispiel gefällig?

„Ich hatte jedes Jahr, egal ob Veteranteffen oder beim End of Summer hammergeile Momente, aber ein Moment den ich vor zwei Jahren bei End of Summer hatte, war einer der schönsten Momente in meinem ganzen Leben. Ich lernte meine jetzige Freundin dort kennen, eine wunderbare Begegnung, die mein ganzes Leben verändert hat…“

Beweisführung abgeschlossen.

Mit diesen Gedanken entlassen wir Euch in den Mai und wünschen Euch einen unvergesslich schönen Frühlingsanfang, bleibt aufmerksam, neugierig und rücksichtsvoll,

Eure LIVE IN Redaktion

epaper